Ein klein wenig bin ich stolz auf meine erste Crowd-Funding Kampagne. Darum hier die fortlaufende Chronologie meiner Social Media Posts. Dies auch, weil ich in meiner 13-Städte-Serie (siehe weiter unten), auch immer wieder kleine Erkenntnisse und Informationen aus dem Buch vorstelle. Ausserdem haben mich etliche Personen, die ich bisher interviewen durfte, mit Empfehlungen unterstützt. Diese sind auf einer separaten Seite aufgeführt.
Hier geht es zum Crowdfunding: https://www.oekom-crowd.de/projekte/gruene-staedte/
28. August 2025, erste Information dazu in meiner Newsletter

2. September 2025, Kampagnenstart

3. September 2025, 2. Tag der Kampagne

4. September 2025, 3. Tag der Kampagne

Eben setzt sich mehr und mehr die Kombination von Dachbegrünung und Solarenergie auf städtischen Dächern durch. Es gibt jedoch immer noch viel Luft nach oben. Wie schön ist es da zu wissen, dass es ausgerechnet Basel war, eine Stadt mit starker Flächenbegrenzung, die mit einer Mischung von gesetzlicher Verpflichtung und finanziellen Anreizen die Latte für andere Städte in Europa schon ab den 70er-Jahren hoch setzte. Mein neues Buch erzählt u.a. darüber und über die vielen Schlüsselprojekt weiterer 12 Städte weltweit. Auch wenn, oder vielleicht gerade weil, die Uhr im Moment wieder rückwärts läuft, habe ich ein Buch geschrieben, dass Lust auf Zukunft machen will – denn die Lösungen für Grüne Städte sind längst da, sie müssen einfach noch entschiedener umgesetzt werden. (…)
8. September 2025, 6. Tag der Kampagne

Früher gab es in Bologna ein Ufficio Immaginazione Civica, ein Büro für die gemeinschaftliche oder bürgerschaftliche Vorstellungskraft. Von diesem Büro sind partizipative Aktivitäten ausgegangen, z.B. Diskussion über die Stadt und in den Quartieren. Partizipation ist in Bologna noch immer gross geschrieben auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Stadt. Hier versteht man den Wandel als einen, der nicht nur technologisch, sondern vor allem auch gesellschaftlich stattfinden muss.
10. September 2025, 8. Tag der Kampagne

Kopenhagen hat wie viele andere Städte im 2011 ein Starkregen-Ereignis von zerstörerischer Kraft erlebt. Die Reaktion der Stadt war ausserordentlich schnell: Bereits ein Jahr danach lag ein sogenannter Cloud Management Plan vor und man griff dafür in die Toolbox der Schwammstadt. Seither verwandelt die Stadt Schritt um Schritt ihr Wassermanagement und kreiert mit der Hilfe von naturbasierten Lösungen gleichzeitig ein grüneres Kopenhagen. Das Klima-Netto-Null-Ziel für 2025 hat man zwar verpasst, aber mit 80% beachtlich viel erreicht.
15. September 2025, 13. Tag der Kampagne

Natur ist in einem städtischen Umfeld nicht das Erste, woran wir denken. Wir sehen Häuser, auch hohe, natürlich, und Strassenzüge vor uns. Für Bäume ist der Boden knapp, genauso für Parks oder Gemeinschaftsgärten. Liegt das vielleicht daran, dass wir ein falsches Bild von Stadt im Kopf haben? Was, wenn wir das Konzept von Stadt mit ein wenig Natur auf den Kopf stellen – wie London? – Hier hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden – mit Hilfe einer Grasswurzelbewegung, die die Stadt anders denkt und danach handelt. In London ist man dabei, eine grüne Stadt noch stärker Richtung Nationalpark zu entwickeln.
19. September 2025, 17. Tag der Kampagne

Viele von uns schicken sich in die Situation, die diesen Sommer so deutlich wurde: zwei Hitzewellen rollten über Europa hinweg. Offenbar erhitzt sich Europa schneller als andere Kontinente. In diesem Sommer gab es dreimal so viele Hitzetote wie bisher. Forscher untersuchten 854 europäische Städte und Gemeinden, in denen insgesamt 24.400 Menschen infolge der Hitze dieses Sommers starben (New York Times). Melbourne kennt diese extreme Hitze schon lange; diese Stadt könnte man gar als ein klimatisches Extremlabor bezeichnen. Auch deshalb hat sie wohl eine der ersten städtischen Waldstrategien der Welt entwickelt mit Ausläufern in die umliegende Agglomeration. Eines der Werkzeuge gegen extreme Hitze sind Cool Routes, durch gezielte Baumpflanzungen beschattete Strassen, die es erträglicher machen, sich in der Stadt zu bewegen. Versteht sich von selbst, dass Melbourne ein digitales Wayfinding Tool dazu entwickelt hat.
22. September 2025, 20. Tag der Kampagne

25. September 2025, 23. Tag der Kampagne

Viele von uns schicken sich in die Situation, die diesen Sommer so deutlich wurde: zwei Hitzewellen rollten über Europa hinweg. Offenbar erhitzt sich Europa schneller als andere Kontinente. In diesem Sommer gab es dreimal so viele Hitzetote wie bisher. Forscher untersuchten 854 europäische Städte und Gemeinden, in denen insgesamt 24.400 Menschen infolge der Hitze dieses Sommers starben (New York Times). Melbourne kennt diese extreme Hitze schon lange; diese Stadt könnte man gar als ein klimatisches Extremlabor bezeichnen. Auch deshalb hat sie wohl eine der ersten städtischen Waldstrategien der Welt entwickelt mit Ausläufern in die umliegende Agglomeration. Eines der Werkzeuge gegen extreme Hitze sind Cool Routes, durch gezielte Baumpflanzungen beschattete Strassen, die es erträglicher machen, sich in der Stadt zu bewegen. Versteht sich von selbst, dass Melbourne ein digitales Wayfinding Tool dazu entwickelt hat.
Der Handlungsdruck für eine Klimaanpassung in Paris ist enorm. Wie überall in Europa ächzt die Stadt der Liebe unter der extremen Hitze der vergangenen Jahre. Wie ich vor kurzem gelesen habe, bringt die baulich-architektonische Schönheit dieser Stadt ein spezifisches Problem mit sich: die Zink-Dächer in diesem dezenten Grau. Von aussen kann man diese Dächer kaum isolieren und auch von innen nicht immer. Darum entwickelt die Stadt klassische naturbasierte Problemlösungsstrategien wie die Begrünung der Dächer und sei dies nur auf Holzstegen gleich oberhalb der Dachtraufe. – Bedeutend wirkungsvoller sind hier die Parisculteurs, die Pariser Stadtbauern, die urbane Landwirtschaft auf Flachdächern betreiben. Ein Projekt der Behörden hat dafür die notwendige Unterstützung geliefert. Das ist eine Erfolgsgeschichte: In den Pariser Restaurant kann man wie schon im vorletzten Jahrhundert wieder Gemüse direkt aus der Stadt essen, dessen Produktion die entsprechenden Dächer gekühlt hat.
29. September 2025, 28. Tag der Kampagne

Portland/Oregon ist eine jener Städte, die über eine grüne DNA verfügen. Die Stadt reguliert seit den 70er-Jahren mit einer Richtlinie zur Begrenzung des städtischen Wachstums die Zersiedelung der Landschaft und überprüft die Entwicklung regelmässig. Bereits in den 60er-Jahren wehrten sich die Bürger:innen erfolgreich gegen eine Stadtautobahn; Bürger:innen arbeiten seither aktiv in rund 100 Quartiervereinigungen mit. Und auch mit dem Klimaaktionsplan waren sie andern amerikanischen Städten zeitlich voraus.
01. Oktober 2025, 30. Tag der Kampagne

Ausser K-Pop und K-Drama kann Südkorea auch anderes ganz gut. Die Baumpflanzaktion mit dem poetischen Namen „Seoul, a Blooming Flower“ war eine bottom-up durch Stadtbewohner.:innen getriebene Initiative mit grosser Wirkkraft. In den Corona-Jahren schmolzen die Bürger:innen-Aktivitäten aber leider dahin. Dafür hat in den letzten Jahren die Stadt (top-down) übernommen und begrünt fleissig weiter.
6. Oktober 2025, 34. Tag der Kampagne

Um Singapur kommt man nicht herum, wenn man sich mit grünen Städten befasst. Durch das Gebäudeprogramm LUSH verpflichtet Singapur Bauherren von Hochhäusern dazu, die der Umwelt entzogene Bodenfläche durch eine äquivalente oder größere Menge an vertikaler oder horizontaler Begrünung auf dem Gebäude zu ersetzen. Das Programm hat viele wunderbare Projekte mit Modellcharakter hervorgebracht.
13. Oktober 2025, 41. Tag der Kampagne

Viele werden Utrecht als Beispiel einer Modell-Velostadt kennen. Am Bahnhof von Utrecht steht etwa eines der grössten Veloparkhäuser der Welt und ein autofreies Quartier, Merwede, ist in der Stadt am Entstehen. Aber Utrecht hat auch ein tolles Leuchtturmprojekt umgesetzt. Eine City-Autobahn wurde in einen Kanal (zurück-)verwandelt. Dort gehen heute wieder Leute spazieren und joggen und Flora und Fauna ist an den Catharijnesingel zurückgekehrt. Mehr dazu in meinem neuen Buch.
22. Oktober 2025, 49. Tag der Kampagne

An Vancouver haben mich verschiedene Aspekt fasziniert. Da ist mal die interessante Tatsache, dass ein Grossteil des Bodens, auf dem die Stadt steht, rechtlich betrachtet den First Nations gehört. Vancouver hat denn auch eine Geschichte der Versöhnung mit den Stämmen hinter sich und einen detaillierten Massnahmenplan. Und Vancouver scheint eine eingefleischte Gemeinschaft von Stadtgärtner:innen zu haben, in all ihren Ausdrucksformen. Die Stadt hat die Anzahl „Plots“ zwar ausgeweitet, aber einige Vancouveriten betreiben Guerilla-Gardening, etwa auf den Grünstrassen entlang von Strassen. Mehr dazu in meinem Buch.
23. Oktober 2025, 50. Tag der Kampagne

Was beeindruckend ist an Infrastruktur-Projekten in China, ist die Geschwindigkeit (und wohl auch die Kompromisslosigkeit), mit denen sie umgesetzt werden. Wir verbinden Wuhan mit dem Corona-Virus, aber auch die Umsetzung der Schwammstadt wurde bei uns im Westen mit Interesse verfolgt. Sie kann viel, aber nicht alles, was man sich erhofft hatte. (Details dazu in meinem Buch.) Dennoch haben die Behörden von Wuhan einen Wandel angestossen. Nachdem die natürliche Seenlandschaft von Stadt und Region nach und nach durch die Industrialisierung zerstört wurde, hat die Stadt mit verschiedenen grossen Projekten beeinträchtige Räume umgenutzt und renaturiert.
Neueste Kommentare