Wald, Feld und Boden – kollektive Nutzung als Schweizer Spezialität

Nun ja, man kann nicht einfach sagen: Wer hat’s erfunden? – Die Schweizerinnen und Schweizer. Aber die renommierte Nobelpreisträgerin Lina Ostrom kam extra in unser Land, um unsere kollektive Gestaltung und Nutzung von Naturressourcen wie Wald, Feld und Boden zu erforschen. Irgendetwas haben wir richtig gemacht. In der Schweiz besitzen Bürger- oder Burgergemeinden seit Jahrhunderten Wald, Feld und Boden und „managen“ diese auch. Kollektive Nutzungsformen sind eine Schweizer Spezialität.

Martin Stuber, der sich unter anderem auf Umweltgeschichte spezialisiert hat, erzählt, wie geschickt die Bürgergemeinden noch während des Ancien Régime und danach, nach der Helvetik und der Gründung der Schweiz, operiert haben. Sie regelten, wer welchen Zugang zu diesen Naturressourcen hatte. Die „Commons“ auf Englisch oder die Allmend, das Gemeingut auf Deutsch und ihre Bürgergemeinden haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Eine, die nach wie vor bewegt und inspiriert. – Diese Episode beschäftigt sich für einmal nicht direkt mit der Natur, sondern mit jenen Organisationen, die Teile davon verwaltet haben. Wir diskutieren Fragen wie: Sind die Bürgergemeinden eine Organisationsform mit Zukunftspotential? Wie können sie es mit der Klimajungend? Oder den aktuellen Herausforderungen der Energie-Transition oder des Klimawandels?

 

Shownotes:

Mein herzlichster Dank geht an Dr. Martin Stuber von der Uni Bern. Hier einige Links zu seiner Arbeit und jener seiner Kolleginnen und Kollegen.

Relevante Links:

SNF-Projekt SCALES: Regulierung von kollektiven Ressourcen im Wandel: Bürgergemeinden, Bourgeoisies und Patriziati in der Schweiz, 1750 bis heute (Universität Bern / Université de Lausanne): https://www.anthro.unibe.ch/forschung/scales/index_ger.html

Martin Stuber forscht als Senior Scientist am Historischen Institut der Universität Bern. Zusammen mit Rahel Wunderli ist er verantwortlich für die Plattform „Swiss Commons in a European Context. Historical forms of sustainability, models for the future?“ (Walter Benjamin Kolleg): https://www.wbkolleg.unibe.ch/research/research_forum/swiss_commons/swiss_commons_in_a_european_context___historical_forms_of_sustainability_models_for_the_future/index_eng.html

Dieses Duo bildet auch das Co-Präsidium der Schweizerischen Gesellschaft für ländliche Geschichte https://www.ruralhistory.ch/de/

Seine Publikationen: https://boris.unibe.ch/view/contributors_bern/Stuber=3AMartin=3A=3A.html

Information zum Buch „Balancing the commons“: https://www.uniaktuell.unibe.ch/2021/nachhaltig_durch_buergergemeinden_und_korporationen/index_ger.html

Hinweise in eigener Sache:

* Ich habe neu einen Medienpartner, der alle drei Wochen einen meiner Episoden veröffentlicht: [Online-Magazin & Plattform für Nachhaltigkeit, Schweiz – Go Green](https://gogreen.ch/de/)

– Webseite, Episodenübersicht: https://natureandthecity.ch/episoden/
– Blog: https://natureandthecity.ch/blog/
– Newsletter: https://natureandthecity.ch

Über Feedbacks, Kommentare und das Teilen mit FreundInnen und Bekannten würde ich mich sehr freuen.

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About the Author
Seit Dezember 2020 veröffentlicht Claudia Acklin alle drei Wochen eine Episode ihres Podcasts. "Nature and the city - Die Natur und Stadt" beschäftigt sich mit Stadtökologie, Biodiversität und dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Stadtbewohner. - Claudia Acklin studierte Designmanagement, Sozialpädagogik und Journalismus und arbeitete mehr als 12 Jahre als Journalistin und Dokumentarfilmerin. Bis 2015 war sie hauptsächlich im Bildungs- und Forschungsbereich tätig und entwickelte neue Studiengänge wie den BA Design Management, International (DMI) oder eine Forschungsgruppe zu Design Management und Design Innovation an der Hochschule Luzern - Design & Kunst. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins "Swiss Design Transfer", einem regionalen Zentrum für Designpromotion und -unterstützung für KMU. Und sie war die Gründerin und erste Geschäftsführerin des Creative Hub, einer Plattform zur Unterstützung von Start-ups im Schweizer Designsektor. Sie hat einen Doktortitel in Design von der Lancaster University/Imagination mit besonderem Schwerpunkt auf Innovation und Designmanagement. Von 2016 bis Mitte 2022 war sie die Leiterin der Geschäftsstelle der ausserparlamentarischen Kommission Schweizerischer Wissenschaftsrat SWR: **************** Since December 2020, Claudia Acklin publishes an episode of a podcast every three week. "Nature and the city" deals with urban ecology, biodiversity and climate change and the implications of the latter for citizens living in cities. - Claudia Acklin studied design management, social pedagogy and journalism; she worked for more than 12 years as a journalist and documentary filmmaker. Until 2015, she has mainly been working in the educational and research field and developed new study programmes such as the BA Design Management, International (DMI) at Lucerne School of Art and Design or a research group on design management and design innovation. She also is a founding member of the association “Swiss Design Transfer”, a regional centre for design promotion and support for SMEs. And she was the founder and first managing director of the Creative Hub, a platform to support start-ups of the Swiss design sector. She holds a PhD in design from Lancaster University/Imagination with a special focus on innovation and design management. From 2016 until mid 2022 she was the head of the secretariat of the extra-parliamentary commission Swiss Science Council SSC.

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